Bewerbungsstrategie und verdeckter Arbeitsmarkt

Nutzen Sie für Ihre Bewerbung, was andere übersehen!

Laut einer 2017 erhobenen Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden nur ca. 30 % der zu besetzenden Stellen öffentlich, d.h. über Stellenportale, Websites oder Stellenanzeigen in Printmedien ausgeschrieben. Der Rest, also ca. 70 % der Stellen, fällt demnach dem sogenannten verdeckten Stellen- oder Arbeitsmarkt zu.

Aber was ist der verdeckte Stellenmarkt eigentlich genau? Im Wesentlichen handelt es sich um Positionen im Stellenmarkt, die man nicht sehen kann, weil die Stellen, bevor es überhaupt zu einer Ausschreibung kommt, besetzt werden, sei es innerbetrieblich, über Netzwerke oder Personalvermittler. Darüber hinaus sind es Stellen, die es noch gar nicht gibt, obwohl dafür ein (latenter) Bedarf besteht.

Soweit die Situation auf Seiten des Arbeits- bzw. Stellenmarktes. Aber wie sieht die Situation auf Seite der Arbeitssuchenden aus? Hier bemühen sich nur ca. 5 % der Bewerber*innen um die Stellen des verdeckten Stellenmarktes.

Unter Berücksichtigung dieser Zahlen ergibt sich folgendes Bild:

 

Das Schaubild zeigt deutlich, dass es sich lohnt, den verdeckten Stellenmarkt in seine Bewerbungsstrategie einzubauen, da die Konkurrenz hier um ein Vielfaches geringer ist als im offenen Stellenmarkt. Dennoch scheuen viele Bewerber*innen, sich dem verdeckten Arbeitsmarkt zu widmen u.a. auch, weil sie nicht so recht wissen, wie man vorgehen muss, um das Potential des verdeckten Stellenmarktes optimal für sich erschließen zu können.

Zunächst einmal ist „Netzwerken“ das A und O. Als erstens muss im Freundes- und Bekanntenkreis, im Verein, bei ehemaligen Kolleg*innen, bei Nachbarn etc. bekannt gemacht werden, dass man auf Jobsuche ist. Darüber hinaus muss so ein Netztwerk auch gepflegt werden, d.h. Kontakte im persönlichen Umfeld oder zu ehemaligen Kolleg*innen gilt es aufrecht zu erhalten. Ein weiterer Aufbau des eigenen Netzwerkes kann mit Hilfe der Social Media wie Xing oder Linkedin erreicht werden oder durch den Besuch von Job- und Karrieremessen, Tagungen und Veranstaltungen. Überall da, wo neue Kontakte geknüpft werden können, sind Bewerber*innen genau richtig. Und ganz wichtig ist zu überlegen, wo man selbst die Möglichkeit hat, das eigene Netzwerk nicht nur zu nutzen, sondern auch zu unterstützen.  Ein erfolgreiches Networking basiert immer auf einem Geben und Nehmen.

Eine weitere Möglichkeit, den verdeckten Stellenmarkt bei der Jobsuche zu nutzen, sind Initiativbewerbungen. Dabei gilt es zu beachten, dass wahllose Initiativbewerbungen nach dem Gießkannenprinzip nicht den gewünschten Erfolg bringen werden. Weniger ist hier mehr und so ist folgende Arbeit notwendig, damit Initiativbewerbungen eine Aussicht auf Erfolg bieten:

1. Was ist meine Zielposition?

2. Was ist mein eigenes Profil?
Bisherige Erfahrungen, (Branchen-) kenntnisse, eigene Fähigkeiten, persönliche Stärken etc. fließen in diese Arbeit ein.

3. Auswahl meiner Zielfirmen, an die eine Initiativbewerbung gehen soll?

Auswahl von Firmen, für die das eigen Profil interessant sein könnte: Wettbewerber*innen, Kund*innen, Lieferant*innen etc. Auch eine Stellenmarktanalyse kann hierfür ein guter Ansatz sein. Darüber hinaus ist zu prüfen, wer in der betreffenden Zielfirma Ansprechpartner*in im angestrebten Fachbereich ist, denn eine Initiativbewerbung über die Personalabteilung führt häufig zu Absagen.

4. Gestaltung attraktiver Bewerbungsunterlagen

 

Dies ist ein kurzer Abriss für Sie, liebe Leser*innen, wie der verdeckte Stellenmarkt funktioniert und wie er Ihre Bewerbungsstrategie sinnvoll ergänzen kann.

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