Coachingmeisterei-BLOG

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10 Fragen an... unsere Geschäftsführung

Heidi Boner-Schilling und Verena Burgbacher

Ein gutes Unternehmen macht nicht nur sein einzigartiges Konzept aus, sondern auch die Persönlichkeiten, die es täglich kompetent und professionell umsetzen. Damit Sie uns besser kennenlernen können, haben wir uns dieses Format überlegt: 10 Fragen an... Nach und nach werden Sie so alle Persönlichkeiten der Coachingmeisterei besser kennenlernen.

Heute stellen wir Ihnen unsere beiden Geschäftsführerinnen vor, die seit mehr als 20 Jahren Arbeit, Freundschaft und Nachbarschaft erfolgreich kombinieren, aber lesen Sie selbst...

    1. Warum wolltest du schon immer deine eigene Firma?

    Heidi Boner-Schilling (HBS): Ich habe immer Tätigkeiten gesucht, in denen ich Bewegungs- und Entscheidungsfreiheiten hatte. Zunächst war ich ja Pfarrerin und danach hatte ich viele Jahre die Stabsstelle für Gleichstellung inne, zwar angestellt, aber mit viel Freiraum. Dabei spielen meine Prägungen aus der Herkunftsfamilie sicherlich eine große Rolle. Meine Eltern führten fast ihr ganzes Arbeitsleben ein Postbüro, zwar im Angestelltenformat, aber doch unternehmerisch und frei in der Gestaltung. Meine Vorfahren waren (Wein-)Bauern, meine Großmutter führte einen Dorfladen.

    In der Ausbildung zur systemischen Therapeutin habe ich  viel Selbsterfahrungsarbeit geleistet. Danach war mir klar, dass mein nächster Schritt das Experiment ins eigene Unternehmen ist, mit allen Risiken und Chancen. Zum Glück konnte ich den Schritt mit Verena machen. Kollektive Intelligenz zu nutzen ist eine feine Sache und hat sich in den letzten 20 Jahren sehr bewährt.

    Verena Burgbacher (VB): Die eigene Firma war nicht mein ursprünglicher Wunsch. Sie war eher eine Folge aus meinen Versuchen Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Unser Projekt „Perspektive Wiedereinstieg“ war aus meiner Sicht auf lange Sicht nicht existenzsichernd.  Die Idee davon wegzukommen, war durch erhöhten Einsatz für ein preislich angemesseneres Projekt, das wir „Viva Clara“ nannten, realisiert. Hierdurch konnten wir endlich genügend Umsatz für ein Büro und mögliche Rücklagengenerieren. Das war für mich persönlich der Versuch, uns von den Abhängigkeiten eines ESF- Projektes lösen zu können und die viele „unbezahlte Arbeit“ in zukunftsfähigere Modelle verwandeln zu können. Im Grunde war mein Motiv für die Gründung: Der Wunsch nach Freiheit in der Lebensgestaltung und die bessere Vereinbarkeit von Kindern und Beruf und motiviert aus letztlich kraftvoller Wut über die Perspektivlosigkeit und Begrenzung im Angestellt-sein.

     

    2. Was liebst du am selbstständig-sein und was magst du nicht?

    HBS: Was ich mag: Meine eigene Chefin zu sein, strategisch und operativ meine eigenen Akzente zu setzen, in eigenen Verantwortung zu bleiben in guten und in stressigen Tagen.

    Was ich nicht mag: die uferlose Bürokratie in den Kontexten Steuern, Zertifizierungen, Datenschutz, Vertragswesen,… Es kostet unglaublich viel Zeit und extrem viel Geld, was unserem eigentlichen Unternehmensinhalt zugute kommen müsste.

    VB: Selbständigkeit passt sehr gut zu meiner Persönlichkeitsstruktur. Ich war schon früh geprägt darauf, Verantwortung zu tragen. Mich motiviert es besonders, wenn meine persönlichen Investitionen sichtbar werden und sich positiv auswirken, das mag ich am selbstständig sein.

    Was mich wiederum vor allem in der Vergangenheit sehr gestört hat, waren Wegbegleiter*innen, die sich mit wenig Einsatz am Erfolg beteiligen wollten.

     

    3. Wie bekommst du Beruf und Familie unter einen Hut?

    HBS: Habe ich nie unter einen Hut bekommen - so große Hüte gibt es gar nicht. Familie und Beruf kann man nur bestmöglich organisieren. Das Betreuungsangebot war zu der Zeit, als meine Kinder kleiner waren, sehr knapp. Damals habe ich den größten Teil meines Teilzeit Gehalts in Tagesmütter, Reinigungsfrau und sonstige hilfreiche Dienstleistungen investiert. Dank meinem Partner, der Lehrer ist, meinem Vater, der damals gerade pensioniert wurde, meiner Nachbarin und Geschäftspartnerin Verena und meinen weiteren Nachbar*innen ist es gelungen, dass Beruf und Familie nebeneinander gingen.

    VB: Heute bekomme ich Beruf, Pflege und die größer werdende Familie mit Schwankungen ganz gut unter einen Hut, weil mein Arbeitsstil effektiver wurde. Abgrenzung zählt auch zu den Verhaltensweisen, die mir ein besseres Gelingen meiner Alltagsaufgaben  ermöglichen. Die frühere Kinderbetreuung  war eine gegenseitige Kooperation mit Heidi, ihrem Partner und Vater Neni. All das funktionierte aufgrund der sehr guten Freundschaft und Nachbarschaft total verlässlich und sehr gut. Wir konnten auf uns zählen und wussten jeweils unsere Kinder in guten Händen.

     

    4. Was war dein schlimmster Job bisher?

    HBS: Kioskverkäuferin in meinen Schulferien in Chur. Zwischen Kaugummis, Zigaretten, Zeitungen und Magazinen gingen die Arbeitsstunden kaum rum. Ich biin fast an einem bore-out erkrankt…

    VB: Das körperlich sehr anstrengende Pflanzensetzen im Wald, in den Faschings- und Osterferien. Da war es immer so kalt und es hat ständig geregnet!

     

    5. Was magst du an deiner Geschäftspartnerin?

    HBS: Oh - sehr viel: Ich mag Ihren Humor, ihre absolute Verlässlichkeit und Loyalität, ihren Durchhaltewillen, ihre Zuversicht, ihren Fach- und Sachverstand, ihren Teamgeist und dass wir seit über zwanzig Jahren Freundschaft und Geschäftspartnerschaft vereinbaren können. Wahrscheinlich gäbe es noch viel mehr…

    VB: Ich schätze an Heidi, dass Sie komplett cool bleibt, wenn es brennt. Sie hat sehr gute Ideen und ist im Präsentieren und Vortragen einfach spitze. Heidi coacht immer mit höchstem Niveau, auch wenn es ihr selbst mal nicht so gut geht. Im Sport bleibt sie dran - mit bemerkenswerter Disziplin und Durchhaltevermögen. Feiern und Loslassen, das ist auch eine ausgeprägte Fähigkeit von Heidi. Ich bewundere auch Ihren tiefen und treuen Sinn und Einsatz für ihre eigene und weitläufige Familie.

     

    6. Kein Coaching ohne…?

    HBS: ...gute Beziehungsarbeit zur Kundin oder zum Kunden; kein Coachingprozess ohne solide Genogrammarbeit, weil Prägung uns immer wieder im Guten und weniger Guten einholt. Das ist ein guter Startpunkt für Veränderungen, besonders bei beruflicher Themen.

    VB:  ...Psychohygiene! Zum Beispiel im Team, oder auch mal bei einem seltenen Büroschnäpsle.

     

    7. Sortiere nach Priorität, fange mit dem wichtigsten an: Sauna, Kaffee, Müsli, Deko, Schminke, Fahrrad

    HBS: Ganz klar: Fahrrad - dann lange nichts mehr, dann Sauna, Müsli, Kaffee, Deko, Schminke (was ist das?)

    VB: Kaffee, Müsli, Deko, Sauna, Vespa, Schminke

    oder besser: lecker frühstücken mit ganz viel Ruhe auf meinem Küchensofa, Zusammensein mit Andreas und meinen Kindern, Familie, Freunde und „Wäschefreundinnen“ und sehr nette Kunden mit interessanten Aufträgen, in Beziehung kommen mit Menschen unterschiedlichster Denkart und Herkunft, Vespafahren, unsere Klausurtagungen, lernen und austauschen in unserem tollen Team, draußen sein...

     

    8. Hattest du Angst zu scheitern? Hast du einen guten Tipp?

    HBS: Ich denke, als Unternehmerin hast du immer wieder Phasen, wo du denkst, dass es nicht funktioniert. Der innere Angsthase ist auch bei mir immer wieder zu Gast - ich schaffe es aber immer besser, ihn gut zu füttern und er beruhigt sich dann brav, um irgendwann wieder Gas zu geben.

    Verena und ich machen immer wieder lebendige Timelines, bei denen wir imaginierend, fantasierend, planend die kommenden Monate und Jahre des Wirtschaftens und Lebens anschauen. Meine eigenen und unsere gemeinsamen Zielbilder müssen Freude machen, dann funktionieren sie auch. So sind wir gut gefahren.

    VB: Nein, ich hatte keine Angst zu scheitern. Und genau das verwundert mich selbst. Vielleicht waren es die guten sichtbaren Wirkungen unserer Arbeit, die mir Sicherheit gegeben haben.

     

    9. Wo siehst du dich in 10 Jahren?

    HBS: Mit 65 sehe ich mich durchaus noch in der Beratungsarbeit, die ich nicht missen möchte. Ich sehe aber auch, wie wir unser Unternehmen an inspirierte Köpfe so nach und nach übergeben. Ich freue mich darauf, immer zeitsouveräner zu werden und mich mit neuen Themen zu befassen, da gibt es noch sehr viele.

    VB: In 10 Jahren bin ich 66 Jahre jung und sehe mich nicht viel anders als heute.

     

    10. Woraus ziehst du Kraft?

    HBS: Kraft ziehe ich aus guten Beziehungen in Familie und Freundschaft, viel Kraft ziehe ich auch aus der Zeit mit mir selbst, sei es in Meditation, Sport oder in der Natur. Der laufende Wechsel von gemeinsam in einsam ist für mich existenziell.

    VB: Ich ziehe Kraft aus meiner eigenen Weiterentwicklung, meiner Unabhängigkeit, der Freude über meine Kinder und deren Partner, meinem Schatz und dem gemeinsamen Lebensweg, der Bewegung in der Natur...

     

    Mit besten Grüßen,

    Ihre Coachingmeisterei - Geschäftsführerinnen

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