Coachingmeisterei-BLOG

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Motiviert werden, Motiviert bleiben

Anstrengen, Durchhalten, Einsetzen oder Ausruhen?

Alles was lebt, bewegt sich. Ob Du vorwärts gehst oder stehen bleibst, Dich ziehen lässt oder Dich verweigerst, Holz hackst oder im Liegestuhl liegend auf Deinen Atem fokussierst bist: Alles ist lebendig, bewegt (lat. „movere“). Somit also immer Motivation. Das Thema, was alle Denkdisziplinen, angefangen mit der Philosophie, schon immer interessiert hat und unzählige Theorien, Modelle und daraus resultierende Praktiken hervorgebracht hat. 

Was bringt Menschen in Bewegung?

Was ist ein Beweggrund und wie kommt der Mensch zu einem Beweggrund für sich selbst, um sich aufzumachen, sich einzusetzen, sich anzustrengen für sich selbst, für eine Sache, einen Menschen, ein Projekt, eine Aufgabe oder Herausforderung? Kann man vereinfacht sagen, wenn er einen Nutzen, einen Sinn und bestenfalls noch Freude durch sein Bemühen, sein Tun und seinen Einsatz erhofft? Weit verbreitet, wird dies vermutet und dennoch gilt für uns die Aussage:

Nein, das kann man nicht. Menschen sind außerordentlich komplex und in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit besonders, dass es auf die Frage, was motiviert Menschen keine eindeutigen Antworten gibt. Unsere jahrelange Coachingarbeit mit vielen tausenden von Menschen bestätigt dies zu 100 Prozent. Deshalb lohnt sich in unserer täglichen Arbeit der Aufbau einer sehr guten, individuellen Arbeitsbeziehung, um mit dem Kunden auf sehr professionelle  Art, seine oder ihre Rahmenbedingungen für Motivation zu erkennen, heraus zu kitzeln und manchmal auch unter allerlei seelischem Ballast erst wieder hervor zu holen.

Motivation herstellen, erhöhen oder erhalten

Fredmund Malik- zählt „Motivation“ zu seiner Liste gefährlicher Managementwörter und Reinhard K. Sprenger hat einen Bestseller unter dem Titel „Mythos Motivation“ verfasst. Auf vielen Führungsetagen in Verwaltung, Dienstleistung, Industrie und Wirtschaft wird seit sehr vielen Jahrzehnten die Motivation von Mitarbeitern als zentrale Führungsaufgabe verkauft. Der Druck auf die Führungskräfte ist dadurch enorm hoch, sich für fehlende Motivation von Mitarbeitern verantwortlich zu fühlen und Maßnahmen zum Aufbau von Motivation zu wissen und einzusetzen. Führungskräfte sollen sich bemühen, die Motivation bei den Mitarbeitern herzustellen, zu erhöhen und zu erhalten.  Ist das überhaupt möglich? Reinhard K. Sprenger, Experte für erfolgreiches Management, verspricht vertiefte Einblicke in seinem Buch „Mythos Motivation“. Hört man Sprenger zu, dann dreht er den Spiess um und lädt ein das Denken nicht aufs Finden von Motivationstools zu richten, sondern darauf was man eh schon weiss, nämlich auf das was Demotivation auslöst - also die Dinge und Verhaltensweisen, die man tunlichst lassen sollte. Was zieht Menschen runter und demotiviert sie? Sprenger: „Jeder Mensch geht weg, wo er sich nicht wahrgenommen fühlt. Aber da wo er so sein kann wie er ist, wird er bleiben!“. Und genau dies ist das Geheimnis sehr guter Führung und auch sehr guter Coachingarbeit.  Darf ich als Individuum in meiner Einzigartigkeit sein und wirken? Gibt es hierfür einen sicheren Rahmen? Habe ich Raum für Kreativität und auch Vertrauen und Zuversicht in meinem Kontext - (Lebenspartner/in, Chef, Freundschaften, Kollegen/innen, Geschäftspartner/innen etc.) dass ich mich in Tatkraft und in meinem Einsatz meiner Fähigkeiten wohl fühle und mich im Vertrauen meines Kontextes entfalten kann?

Wie sieht realistische Motivation aus?

Für Sie haben wir einige unserer  Kunden mit der Frage: „Was motiviert Sie wirklich?“ interviewt und bedanken uns von Herzen für die aktive und interessante Mitwirkung:

Frau S. Kr., 36 Jahre, BWL-Master, CEO-Assistant, verheiratet 1 Sohn (5 Jahre):

„Mich motiviert, wenn ich meinen Zielen, die ich vor meinem inneren Auge habe, entgegen laufe!“ Das heisst: Ich hab letztes Jahr nach einer viel zu langen Leidenszeit meinen Job gekündigt und bin aus dieser für mich sehr belastenden Schleife ausgebrochen. Zu wissen, ich muss und ich kann mich verändern, hat mich motiviert. Und nach ersten von mir unternommenen Steps - u.a. mir ein hilfreiches Coaching zu leisten - und erste gute Sachen in Bewegung zu erleben, das erhielt meine Motivation, dranzubleiben. Diese positiven Erfahrungen, die ich dadurch gemacht habe, stärken den Glauben an mich selbst. Ich habe dadurch den beruflichen Kontext hinbekommen, dann werde ich jetzt die private Veränderung auch noch schaffen.

Als ich schon gekündigt hatte und der Geschäftsführer mich halten wollte, war sein einziger Motivator, Geld. Er hat nur gefragt: „Wollen Sie mehr Geld haben?“

Der hat gedacht, wenn er mir ein paar Kröten mehr hinwirft, dass ich mein Denken, meine betriebliche Loyalität wieder aufbaue und mich umwandle und meine Kündigung zurückziehe.  Er hat gar nicht die Beweggründe meines Weggangs verstehen wollen. Ich wäre unter Umständen vielleicht geblieben, wenn er mein komplettes Arbeitspaket aufgedröselt hätte und eine Machbarkeit in einen normalen 8-Stunden Tag mit mir zusammen gesichert hätte. Aber das wäre ihm ja niemals möglich gewesen, weil der Personalstand täglich geringer wurde und die Aufgaben schon sehr lange von immer weniger Köpfen getragen wurden und  weiter getragen werden sollen. Das was er mir scheinbar als Motivation hingeworfen hat, war keine Motivation. Es war ein missbräuchliches Angebot einer Verlängerung des schlechten alten Zustands mit der Aussicht auf noch viel schlimmer werdend. Für mich war dies eine weitere Kränkung, summiert auf viele vorangegangene. Ich habe mich „billig“ gefühlt, weil das Bisschen was mir geboten wurde, in keiner Weise angemessen war. Ich habe für diese Firma die letzten fünfeinhalb Jahre Überdurchschnittliches getragen und geleistet und erlebe durch das Verhalten meines Chefs, dass er mich immer noch versucht für „dumm“ zu verkaufen. Und dies nachdem ich für ihn längst deutlich sichtbar die Grenze der gesundheitlichen Beeinträchtigung schon mehrfach überschritten habe.

Herr K. Mü. 53 Jahre, Familienvater von 3 Jugendlichen, Wirtschaftsleiter einer großen Einrichtung im Bereich Gesundheit und Pflege:„Motivation ist für mich, dass ich ohne eine Anstrengung sehe, was ich vorhabe. Und demotiviert bin ich, wenn ich Sachen vorhabe, die mir zu viel sind und das kann sehr unterschiedlich sein. Ich glaube, Motivation hat immer mit Interesse zu tun und wenn es mir Sinn macht - also zu meinen Werten passt, dann habe ich Motivation. Freude ist dann mein Gefühl im Tun - für mich ganz persönlich Freude, die mir das Tun leicht macht.“

Herr M. A. 57 Jahre, Geschäftsführer, geschieden, 2 erwachsene Kinder im Studium: „Ich bin sehr motiviert, wenn ich Freiraum habe, den ich gestalten kann. Das bedeutet, frei sein im Denken, Fühlen und Entscheiden.  Ich versuche als Führungskraft jeden meiner Mitarbeiter/innen in der jeweiligen Individualität so zu erkennen, dass ich den Rahmen für die Aufgabenerfüllung individuell so stelle, dass die Arbeitserfolge den Zielen des Unternehmens dienen und erreichbar werden. Dazu gehört für mich auch, mich für die privaten Prioritäten und Belange meiner Mitarbeiter/innen zu interessieren und diese im Sinne einer Nutzbarkeit für die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens zu fördern. Ein Beispiel: Eine Weiterbildungsunterstützung wird immer dann gegeben, wenn die Kausalität für eine Verwertbarkeit für die Unternehmenszwecke kurz-, mittel- oder langfristig sichtbar wird. Dafür höre ich genau zu. Ich achte ich auf Auswirkungen meiner Entscheidungen hinsichtlich der Motivation meiner Mitarbeiter/innen. Ich bin wirklich dankbar, dass mir diese Haltung in diesem Unternehmen möglich ist, zu leben.“

Unsere Denkanstöße und Hilfestellungen 

Und das sind nur drei Beispiele mit derselben Frage: Was motiviert Sie wirklich? Was ist für Sie Motivation?

Was lernen wir nun? Wir dürfen lernen - so wir Lust dazu haben, dass immer jede/r aus seiner Sicht Recht hat. Motivation ist für jeden etwas ganz Eigenes.  Sofern Sie sich für die Schlüssel der Motivation bestimmter Menschen interessieren, können Sie durch achtsames Zuhören und achtsames Berücksichtigen der wortwörtlich gegebenen Wegweiser dieser Menschen immer besser wahrnehmen. Stellt man den Bezug von Motivation und Führung her, sind beide Seiten aufgefordert, sich zu bemühen, eine Kommunikation für das jeweilige Wahrnehmen, was begeistert, wofür jemand einsteht, was der Person Sinn und Orientierung gibt, herauszuarbeiten und auszutauschen.  Hilfreich ist miteinander zu sprechen, einander zu zuhören, sich genau und unvoreingenommen zu „be-achten“ und mit Respekt und Würdigung die jeweilige Unterschiedlichkeit anzuerkennen.

Mit welcher Motivation/Bewegung aber geht es Ihnen gut? Welche macht für Sie Sinn? Wie können Sie sich stärker aktivieren? Was in Ihnen und außerhalb von Ihnen ist daran beteiligt? Aber natürlich auch, weshalb und wann ist sie Ihnen abhanden gekommen?

Das sind Fragen in unserem Coachingalltag, die wir mit unseren KundInnen bewegen, mit dem Ziel derer persönlichen Zufriedenheit, die sich für die meisten dann einstellt, wenn sie sich wieder kompetent fühlen, dazugehörig, gesund und selbstwirksam. Die Zutaten für den Prozess sind eigene Zielbilder, eigene Werte, persönliche Fähigkeiten, sicherlich auch Prägungen oder Grundmotive.                            Unser Augenmerk in der täglichen Arbeit gilt Ihrem „Ziehen und Schieben“. Äußeres kann Sie ziehen: So entspannt sein wie eine Meditierende, ein in sich ruhender, authentischer Mensch; so erfolgreich sein wie ein bestimmter Sportler, eine Unternehmerin, eine Führungskraft. Inneres dagegen kann Sie schieben: Ich habe das Bedürfnis zu essen, zu schlafen, dabei zu sein, sicher zu sein.            Dabei spielt die Menge und Mischung für jede und jeden Einzelnen eine besondere Rolle. Ihr Geheimrezept gilt es experimentierend zu finden.  Was motiviert nun Sie ganz persönlich?

Wo haben Sie Beispiele in Ihrem privaten und beruflichen Leben, die Ihnen Erfolge und ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Wir denken, es lohnt sich wirklich, sich seiner eigenen Gründe, was  Sie „in Bewegung setzt“ bewusster zu sein und dies mit den Menschen, die  Ihr Leben umgeben, gut auszutauschen. Wollen Sie verstanden werden, dann machen Sie sich sichtbar, suchen und erkennen Sie was motivierend wirkt und sprechen Sie es aus. Diese Verantwortung liegt aus unserer Sicht bei Ihnen selbst. Wir sind sehr erfahren im Herausfinden, was persönliche Motivation ist und was Sie brauchen, um sich zu begeistern. Kommen Sie auf uns zu, wenn Sie hierfür einen Invest in sich selbst tätigen wollen. Wir freuen uns auf Sie.

Ihre Coachingmeisterei

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